Mit kirgisischen Reitern durch die Wildnis

LAND

KIRGISTAN

DAUER

ca. 2 Wochen

TEILNEHMER

Ca. 13 -15 Personen

ZEITRAUM

JULI 2024

DAS ZIEL

Auf Pferden durchqueren wir gemeinsam mit einheimischen Horsemen eine der abgelegensten Bergregionen der Welt in Kirgistan. Hier kommt wahrer Entdeckergeist auf, denn Touristen sucht man in dieser extremen Natur vergebens. Die einzigen wenigen Menschen, die zwischen den Tälern der 5.000 Meter hohen Gipfeln leben, sind Nomaden, die seit Jahrtausenden hier ihre Kultur abseits jeglicher Zivilisation bewahrt haben. Dafür ist die spektakuläre Landschaft Heimat des mysteriösen Schneeleoparden, der in dieser Wildnis an einem der wenigen letzten Orte noch zu finden ist.

Wir suchen wagemutige Gefährten, um dieses Abenteuer mit uns zu bestreiten.

DER PLAN

Abseits jeglicher Dörfer oder Handyempfang sind wir in den wilden Tälern und bei der Überquerung steiler Bergpässe auf unsere Pferde angewiesen. Deswegen werden kirgisische Reiter uns vorbereiten und bei diesem Abenteuer begleiten. Gemeinsam mit zusätzlichen Packpferden brechen wir ins kirgisische Gebirge auf, der Heimat von Wölfen und Bären. Dort schlagen wir uns Tag für Tag für bis zu sechs Stunden ununterbrochen weiter in die Wildnis vor, denn wir müssen jeden Tag etwa 15 Kilometer inklusive vieler Höhenmeter bewältigen. Abends müssen wir zwischen reißenden Gebirgsbächen einen geeigneten Ort für unsere Zelte finden. Dann muss noch genug Kraft gesammelt werden, um unser Lager aufzuschlagen, Feuerholz zu sammeln und gemeinsam zu kochen. Nach tagelangen Ritten werden wir anschließend ein Bergdorf mit Straßenanschluss erreichen – von hier aus schaffen wir es zurück in die Zivilisation.

DIE HERAUSFORDERUNGEN

Wir haben auf diesem Abenteuer vor allem mit vielen Herausforderungen der extremen Natur zu kämpfen: Zum einen wird uns die Höhenluft zu schaffen machen, denn wir sind durchschnittlich auf über 3.000 Höhenmetern unterwegs – und passieren zudem einige Hochpässe auf über 3.500 Höhenmeter! Auch das Wetter kann in den Bergen schnell umschlagen, schwere Stürme sind hier keine Seltenheit. Es gilt besondere Vorsicht auf den Hochebenen, wo Gewitter und Blitzeinschlag ein hohes Risiko darstellen. Manchmal hat man tatsächlich das Gefühl, vier Jahreszeiten an einem Tag zu erleben. Die Sonneneinstrahlung hier oben in den Bergen ist sehr stark. Doch selbst im Sommer fällt manchmal plötzlich Schnee. Hinzu kommen die heftigen Temperaturunterschiede, denn in der Nacht wird es in den abgeschiedenen Bergen eiskalt. Deswegen müssen wir uns gut vorbereiten und immer vorausschauend planen. Es ist wichtig, unsere Umgebung stets genau wahrzunehmen und auf unsere kirgisischen Begleiter zu vertrauen, die diese Wildnis kennen.

Auch das Reiten in dem schroffen Terrain und entlang steiler Berghänge wird eine große Herausforderung darstellen. Dabei müssen wir die Pferde gut über die zerklüfteten Felsen, durch wilde, eiskalte Flüsse und weite Ebenen führen. Denn sie sind enorm wichtig für den Erfolg unseres Unterfangens. Möglicherweise wird das Reiten an manchen Passagen unmöglich sein - dann wir müssen unsere Pferde zu Fuß über schwierige Stellen führen. Schwindelfreiheit und höchste Konzentration sind unabdingbar für den Erfolg dieser Tour. Abends lassen wir die Pferde zum Grasen frei, doch wir müssen gut aufpassen, dass keines der Tiere uns in der Wildnis verloren geht. Wir müssen nicht nur sicher auf den Pferden sein, sondern gemeinsam mit ihnen, und unseren einheimischen Reitgefährten eine Einheit bilden. Nur so können wir die Berge erfolgreich überwinden.

Das Kirgisenpferd

Die Rasse des Kirgisenpferdes hat einen erstaunlich kleinen Körperbau. Dadurch ist es sehr wendig – ein wichtiger Vorteil in der rauen Bergwelt Kirgistans. Während des Kommunismus in Kirgistan wurde diese Rasse hier fast ausgerottet, doch viele Menschen versteckten ihre Pferde deshalb in den Bergen. Heute ist die Pferdezucht in Kirgistan wieder aufgeblüht und es gibt wieder viele der Kirgisenpferde. Sie halten in der Kultur und Wirtschaft einen hohen Stellenwert inne und werden vorrangig für die Fortbewegung und Jagd, aber auch als Statussymbol gehalten.

LANDSCHAFT

Kirgistans Landschaft ist geprägt von massiven Gebirgszügen, die seither das Leben in dem zentralasiatischen Land bestimmen. Schroffe Gipfel erheben sich bis zu 7.000 Metern, dazwischen liegen einsame Täler mit immergrünen Almwiesen. Halbnomadische Hirten ziehen im Sommer in der Natur auf der Suche nach geeigneten Weiden für ihre Schafes- undYakherdenumher. Eiskalte Gebirgsbäche und malerische Bergseen, in denen sich die umliegenden Gipfel spiegeln, bieten wichtige Wasserquellen.Hier kommt man nicht nur der Natur und einzigartigen Kultur der Kirgisen ganz nah, man findet in dieser Wildnis, weitab jeglicher Zivilisation, auch zwangsläufig ein bisschen mehr zu sich selbst.

DIE Kultur der Nomaden

Kirgistan ist ein extrem bergiges Land – über 90 Prozent der Landesfläche liegen auf einer Höhe über 1.500 Metern. Nur in wenigen Teilen des Landes ist überhaupt Ackerbau möglich. Daher sind viele der Menschen in Kirgistan traditionell Hirten, die im Laufe des Jahres umherziehen, um geeignete Weideflächen zu finden. Im Sommer treiben viele (Halb-)Nomaden ihre Kühe, Schafe und Yaks dann quer durch die Wildnis auf die abgeschiedenen Hochebenen in den Bergen. Das traditionelle Reitervolk lebt in Jurten, die sie schnell wieder ab und woanders aufbauen können. Auch sind sie als Adlerjäger bekannt, die auf ihren Pferden reitend mit großen Greifvögeln auf Jagd gehen. Unterwegs werden wir sehr wahrscheinlich auf Nomaden treffen, die aufgrund der klimatischen Veränderungen mit ihren Tieren immer höher in die Berge müssen.

DIE TIERWELT

Die Regionen im Tian-Shan-Gebirge, die wir für dieses Abenteuer gewählt haben, liegen komplett abgeschieden und sind Heimat vom Aussterben bedrohter Tierarten. Dank umfangreichen Schutzes ist das Gebirge noch heute vom seltenen Schneeleoparden besiedelt, die in ihren großräumigen Territorien vor allem nachts umherstreifen. Sie fressen besonders gerne die wilden Steinböcke und Schafe, die sich in der Weite der Landschaft besonders wohlfühlen. Auch Braunbären und Wölfe bevölkern die Wildnis, zudem ziehen gigantische Adler am Himmel ihre Kreise. Selbstverständlich verhalten wir uns respektvoll gegenüber der Natur in den Bergen, und wer weiß – vielleicht kreuzt einer der schüchternen Schneeleoparden unseren Weg. 

SICHERHEIT

VERLETZUNGEN & ERKRANKUNG

Besonders für unerfahrene Reiter ist der Sturz vom Pferd ein großes Risiko mit schlimmem Verletzungspotential. Aber auch schon kleinere Verletzungen können auf einem solchen Trip zum echten Problem werden. Daher gilt: Als unerfahrener Reiter, sind eine gute Vorbereitung und der Trainingstag besonders wichtig – so lässt sich dieses Risiko reduzieren. Sollte es dennoch zu Verletzungen kommen, haben wir eine umfangreiche Expeditions-Apotheke mit dabei.

WETTER

Wir haben die gesamte Zeit mit extremen Wetterverhältnissen zu tun. Es kann immer passieren, dass in den Höhenlagen ein unerwarteter Sturm aufzieht. Aber auch brutale Hitze und dementsprechende Dehydrierung in der Wüste sind ein Risiko. Daher ist es wichtig, dass wir auf alle Szenarien vorbereitet sind.  

ABGESCHIEDENHEIT

Wir werden fernab von jeglicher Zivilisation unterwegs sein. Hier gibt es keine Dörfer, von denen man aus schnell Hilfe holen kann. Aus diesem Grund haben wir ein Satellitentelefon dabei, um im Notfall Hilfe holen zu können.

WIR SIND WANDERMUT

WER MACHT DENN SOWAS?

TANJA

organisiert diese Tour

Wenn Tanja nicht gerade Touren durch die Sahara bei brutaler Hitze, oder bei minus 25 Grad im Uralgebirge leitet, plant sie neue spannende Abenteuer in den entlegensten Gebieten der Welt. Zum Beispiel, wie man mit Pferden kirgisisches Gebirge durchqueren kann…

MIRSABEK

organisiert alles vor Ort

Mirsabek kennt die kirgisischen Berge und war schon oft mit seinem Pferd mehrere Tage in der Wildnis unterwegs und hat auch verschiedene Expeditionen auf Pferden geleitet. Er ist extrem naturverbunden und weiß, wie man in den Bergen überlebt. Mit seiner Kamera hat er schon so manches seltenes Exemplar in der Abgeschiedenheit in spektakulären Fotos eingefangen! Seine Orts- und Sprachkenntnisse sind für die Planung der Tour lebenswichtig unabdingbar.

WICHTIGE HARD FACTS

TERMIN

  • 2. - 11. Juli 2024
  • 15. - 24. Juli 2024

Beitrag für die Teilnahme

DER TEILNAHMEBEITRAG BETRÄGT 2.978 €.

ANFORDERUNGEN

Hohe körperliche Belastbarkeit, Gelassenheit in unbekannten Situationen und Teamfähigkeit werden vorausgesetzt.

FRAGEN UND ANTWORTEN

DABEI SIND

✓ Pferd und Sattel

✓ Packpferd und Futter

✓ Zelte

✓ Satteltaschen

✓ Verpflegung im Gebirge

✓ Erste-Hilfe-Medizin

✓ Guides

✓ GPS-Geräte

✓ Satellitentelefon

✓ Kochutensilien

NICHT DABEI SIND

☓ Unterkunft bis zum Start der Tour

☓ Flüge nach Bischkek

☓ Persönliches Equipment

☓ Restaurantbesuche und alkoholische Getränke

Auf die Motivation kommt es an 

Die Wenigsten sind vorher schon einmal allein in solch einer Wildnis unterwegs gewesen – geschweige denn auf Pferden. Das ist auch nicht schlimm, du musst kein Reitprofi sein, um mitzukommen! Grundsätzlich kann jeder, der sportlich ist, genug abenteuerlichen Ehrgeiz an den Tag legt und sich gut vorbereitet, bei dieser Tour mithalten. Solltest du noch keine Reiterfahrung haben, ist das kein Problem. In dem Fall ist es für dich von Vorteil, dass du zur Vorbereitung in 8-12 Reitstunden die Basics lernst – dann kannst du die Tour mehr genießen. Bei der Vorbereitung unterstützen wir dich selbstverständlich und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Täglich müssen wir lange Strecken zurücklegen, und das zum Teil bei extremen Höhen, mit wenig Sauerstoff. Durch die auf Dauer sehr anstrengende Reitposition wird heftiger Muskelkater zum Tagesprogramm dazugehören. Daher ist es wichtig, dass wir ein gutes Team zusammenstellen, das sowohl den mentalen als auch den körperlichen Strapazen langer Ritte durch die Berge standhalten kann. 

Wir beraten dich natürlich bei allen Vorbereitungen. Deine Anreise und die Ausrüstung musst du dennoch eigenständig organisieren. Für die Ausrüstung wird es von uns noch ausführliche Empfehlungen geben. Vor und nach der Tour steht es dir natürlich völlig offen, länger in Kirgistan zu bleiben.

Jeden Abend werden wir unser Zeltlager an einem neuen Ort aufschlagen, der grob auf unserer geplanten Route liegt. Für die eisigen Nächte in den Bergen sind gute Schlafsäcke (Comfort -5 Grad) überlebenswichtig. Am letzten Tag der Tour, bevor wir zurück in die Zivilisation in Richtung Bischkek aufbrechen, werden wir bei einer kirgisischen Nomaden-Familie in ihren Jurten übernachten und uns von den Strapazen der Tour erholen.

Auf unseren Packpferden werden wir ausreichend Lebensmittel für das Abenteuer mitnehmen. Abends, unter dem sagenhaften Sternenhimmel, werden wir auf einem Lagerfeuer kochen. Wir lassen uns allerdings überraschen, was am Ende schließlich wirklich im Kochtopf landet. Alle Teammitglieder sollten also flexibel sein, was die kulinarische Genügsamkeit angeht. Meistens wird es die Wahl geben zwischen Gerichten mit Fleisch oder einer vegetarischen Alternative.

Unterwegs kommen wir immer wieder an Bergseen, frischen Quellen und kleinen Bächen vorbei. Dieses Wasser können wir als Trinkwasser verwenden und unsere Vorräte auffüllen. Hierfür eignet sich eine Trinkflasche mit integrierten Filter, oder Micropur in Tablettenform, sodass jeder sein Wasser auf dem Weg filtern kann.

Uns ist es wichtig, dass wir die Natur so verlassen, wie wir sie vorgefunden haben. Bedenke also bitte, dass Dinge, die nicht verrotten (z.B. feuchtes Toilettenpapier) wieder mitgenommen werden müssen. Außerdem werden wir stark darauf achten, uns stets ruhig und respektvoll gegenüber der Natur zu verhalten.

Nächste Schritte

1: BEWERBUNG ABSCHICKEN

Lies dir die Fragen und Antworten durch und bewirb dich über das Formular!

SICHERE DIR EINEN PLATZ

Wenn du bereit bist, durch Kirgistan zu reiten und immer schon einmal etwas machen wolltest, wofür dich deine Freunde für verrückt erklären, stelle dir noch folgende Fragen:

► Kann ich die Zähne zusammenbeißen, wenn der lange Ritt mich quält und die nächste Pause auf sich warten lässt?

► Habe ich überhaupt Zeit und 2.978 Euro für die Tour? Wir fragen im Bewerbungsformular Termine ab und schauen, wann die meisten können.

► Möchte ich eine Erfahrung machen, die ich noch meinen Enkeln erzählen werde?