Algerien Sahara

Aufbruch zur Geisterstadt

LAND

ALGERIEN

DAUER

ca. 2 Wochen

TEILNEHMER

Ca. 13 -15 Personen

ZEITRAUM

JANUAR - APRIL 2025

DAS ZIEL

Unser Ziel ist es, uns mehrere hundert Kilometer zu Fuß über hohe Berge und Schluchten durch die Sahara im Süden Algeriens zu schlagen, um zu einer verschollenen Geisterstadt zu gelangen. 

Zweifelsohne ist das ein extremes Unterfangen. Aber hier wartet eines der letzten Abenteuer dieser Erde. Denn tief in der schroffen Wüste verbirgt sich die größte und älteste Felsenstadt der Welt. In einem gigantischen Höhlensystem im Gebirge Tassili n’Ajjer haben vor mehr als zehntausend Jahren Menschen gelebt, die in den Höhlen unzählige Felszeichnungen hinterlassen haben – man weiß von mehr als 15.000! Der Legende nach leben in der Geisterstadt noch heute mystische Wesen, die hier ihr Unwesen treiben. Wenn wir hoffentlich die archäologischen Felsenstadt erreichen, schlagen wir hier unser Camp auf, um nach neuen Höhlenmalereien zu suchen und dem Spuk der Djinns auf den Grund zu gehen. Dieses Abenteuer hat vor uns kaum jemand so gewagt!

DER PLAN

Zu Fuß sind wir zehn Tage lang ohne Kontakt zur Außenwelt in der Sahara unterwegs. Neben unserem erfahrenen Partner werden uns noch ein paar Kamele samt ihrer nomadischen Führer aus dem Volk der Tuareg begleiten. Denn wir müssen das Trinkwasser und die Lebensmittel für die gesamte Zeit mitnehmen. Die Kamele werden allerdings nur das benötigte Wasser tragen können, unsere Nahrung müssen wir selbst durch die Wüste schleppen. Der Süden Algeriens ist der abgelegenste Ort der ganzen Sahara, auf hunderten Kilometern leben hier nur wenige Nomaden. Abends werden wir unter dem unfassbaren Sternenhimmel in Zelten übernachten und über dem Lagerfeuer gemeinsam unser Essen zubereiten. Hier muss jedes Teammitglied mit anpacken. Was genau uns während der Zeit in der Wüste erwartet, wissen wir nicht. Niemand hat vor uns eine vergleichbare Tour in diesem Gebiet geplant. Es ist also eine Pioniertour und wir werden wahrscheinlich mehrere Routen ausprobieren müssen. Ob wir es schaffen werden, uns durchzuschlagen? Das ist ungewiss. Doch eines ist sicher: Es wird das Abenteuer unseres Lebens! Nur Dank unseres Guides Samy wagen wir uns in diese verlassene Wildnis, in die sonst kaum jemand gelangt.

DIE HERAUSFORDERUNGEN

Dieses Abenteuer ist nicht für jeden gemacht! Wir durchqueren 200 bis 300 Kilometer extremes Terrain bei krassen Konditionen. Tagelang müssen wir uns mit schweren Rucksäcken und allen benötigten Lebensmittel bei brutaler Hitze durch den Sand und über Wüstenplateaus bis auf 2.000 Metern durch die Sahara kämpfen. Körperliche Fitness ist daher für diese Wüstendurchquerung unabdingbar. Schon kleinste Verletzungen können in dieser Abgeschiedenheit zum echten Problem werden.

In den sandigen Gebieten müssen wir uns beharrlich weiterkämpfen und trotzdem stets aufpassen, um nicht aufgrund des weichen Untergrunds umzuknicken oder unsere Knie zu überlasten. Die felsigen Passagen der Tour erfordern hingegen höchste Konzentration, denn hier ist das Gelände äußerst uneben. Das richtige Equipment und vor allem geeignetes Schuhwerk sind unglaublich wichtig. Auch sinkt die Temperatur nachts drastisch. Wir können dieses Abenteuer nur als Team schaffen! Belohnt werden die Strapazen mit der verlassenen, jahrtausendealten Höhlenstadt! Vielleicht finden wir auch ein paar bisher unentdeckte Felszeichnungen.

Der Hintergrund

Wir haben in der Vergangenheit bereits die Sahara in Marokko durchkreuzt – und nun wagen wir uns an ein neues, noch schwierigeres Abenteuer! Was uns dort genau erwartet, wissen wir nicht. Nur wenn wir als Team zusammenhalten, können wir es schaffen. Denn eines ist sicher: Die Tour durch Algerien wird brutal und härter als jede Wüstentour, die wir bisher gemacht haben! Daher sind gute Vorbereitung und die Auswahl eines starken Teams unabdingbar für den Erfolg dieses Unterfangens.

LANDSCHAFT

Die Landschaft im Süden Algeriens ist wie von einem anderen Planeten. Vor 12.000 Jahren bedeckte hier tatsächlich noch dichter Dschungel das Land. Doch nach und nach trocknete das fruchtbare Gebiet zur trockensten Wüste der Welt aus. Die Höhlenmalereien erzählen von diesem vergangenen Paradies in der Sahara – eine kleine Zeitreise in eine längst vergessene Epoche. Dabei ist die Landschaft aber auch heutzutage noch erstaunlich vielfältig: Gigantische Sanddünen und unerbittliche Einsamkeit, aber auch schroffe Schluchten und ein Meer aus Sandsteinmonolithen, die wie bizarre Monumente aus dem Sand ragen, erwarten uns. Über die Jahrtausende haben sich hier Höhlen gebildet, die einst das Zuhause hunderter Menschen waren. Was wir unterwegs genau entdecken, bleibt ungewiss. 

DIE Kultur der Tuareg

Der Süden Algeriens ist Heimat des Nomadenvolks der Tuareg. Aufgrund ihres blauen Gewands, das zum Schutz gegen Sand und Sonne oft nur die Augen freilässt, werden sie auch die blauen Menschen genannt. Seit Jahrhunderten ziehen sie mit ihren Kamelen durch die Sahara. Besonders am Anfang unserer Tour werden wir sehr wahrscheinlich Hirten der Tuareg begegnen und haben die einzigartige Gelegenheit, einen authentischen Einblick in ihre traditionelle Lebensweise zu bekommen. In Algerien sind sie neben ihrer uralten Kultur vor allem für ihre Weisheit und ihren ungebrochenen Wunsch nach Freiheit in der Natur respektiert. Auch durch die Felszeichnungen haben wir die einmalige Gelegenheit, einen Eindruck von dem Leben unserer Vorfahren vor zehntausenden Jahren zu bekommen, als die Menschen noch als Jäger und Sammler lebten. Abertausende Werke von Männern und Frauen zieren die Höhlenwände und erzählen von unterschiedlichen Epochen, die den Menschen zu dem machten, der wir jetzt sind. Noch heute bleiben viele Fragen offen. Besonders die angeblichen Dämonen, die man in den Zeichnungen wiederfindet und die angeblich ihr Gesicht zum Beispiel in Form von Wüstentieren dem Menschen zeigen, bergen noch viele Geheimnisse!

DIE TIERWELT

In dieser bitteren Landschaft ist kaum noch Leben möglich – doch wenige seltene Tiere haben es geschafft, in diesem extremen Ort zu überleben. Von unseren einheimischen Kamel-Guides können wir lernen, mit ihren Augen die Natur zu sehen und zum Beispiel die Spuren der Tiere im Wüstensand zu lesen. Wer weiß: Mit etwas Glück und unseren neuen Skills erhaschen wir dann den Blick auf Wüstenfüchse, Gazellen oder vielleicht ja sogar den sehr seltenen nordafrikanischen Gepard. Auch Schlangen und Skorpione sind in dieser Ecke der Sahara beheimatet. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Wir wissen, was im Fall des Falles zu tun ist. 

SICHERHEIT

Generelles

Algerien ist ein sehr unbekanntes Reiseziel mit wenig touristischer Infrastruktur. Deswegen sind wir jetzt schon mit den lokalen Behörden in Kontakt. Es ist unabdingbar, dass wir unseren erfahrenen Partner an unserer Seite haben, der nicht nur Französisch, Arabisch und die lokale Berbersprache spricht, sondern sich auch hervorragend in dem Gebiet auskennt und mit den lokalen Tuareg vernetzt ist. Wir halten die Sicherheitslage stetig im Blick und müssen immer auf etwaige Planänderungen vorbereitet sein. Algerien hatte lange Zeit einen schlechten Ruf – doch tatsächlich ist das Land inzwischen recht sicher.

VERLETZUNGEN & ERKRANKUNG

Bei leichten Verletzungen wird das Erste-Hilfe-Set ausreichen. Bei einem verstauchten Knöchel o. Ä., kann der Verletzte von einem Kamel getragen werden. Giftige Tiere wie Skorpione oder Schlangen gibt es natürlich auch. Diese werden wir jedoch tagsüber kaum zu Gesicht bekommen. In der Nacht schlafen wir deswegen in Zelten. Im äußersten Notfall wird per Satellitentelefon ein Notruf gesendet und wir können uns mit einem Allrad-Jeep oder im Notfall mit einem Helikopter aus der Wildnis retten lassen.

WETTER

Mitunter müssen wir uns tagsüber durch heftige Sandstürme und brütende Hitze schlagen. Nachts wird es in der Wüste tatsächlich dann oft bitterkalt. Die Temperaturunterschiede sind extrem. Das richtige Equipment und ausreichend Wasser in Kanistern ist also lebensnotwendig – denn möglicherweise sind die Wasserlöcher unterwegs ausgetrocknet. Viel trinken ist äußerst wichtig, um eine Dehydration zu verhindern

ORIENTIERUNG

Ohne unsere lokalen Partner wäre eine Orientierung in diesem Gebiet der Sahara sehr schwierig und unser Vorhaben wäre zum Scheitern verurteilt. Doch dank ihrer Expertise und ihrem Netzwerk vor Ort sind wir bestens vorbereitet. GPS-Gerät sowie Karte und Kompass werden uns zusätzlich helfen, den Weg zu weisen. Die Gefahr, in der Wüste verloren zu gehen, ist für uns daher minimal.

FRAGEN UND ANTWORTEN

Die Tour kostet 2.878 Euro.

DABEI SIND

✓ Abholung am Flughafen in Djanet

✓ Unterkunft für 2 Nächte in Djanet

✓ Welcome-Dinner mit traditionellem Essen

✓ Zelte

✓ Verpflegung während der gesamten Sahara-Tour

✓ Kamele und Camel team für den Transport von Trinkwasser

✓ Erste-Hilfe-Medizin

✓ Guides

✓ GPS-Geräte

✓ Satellitentelefon

✓ Kochutensilien

NICHT DABEI SIND

☓ Flüge nach Djanet

☓ Unterkünfte vor- und nach der Tour bei individueller Verlängerung

☓ Restaurantbesuche und alkoholische Getränke

Diese Tour ist nichts für jeden…

Die Wenigsten sind vorher schonmal einmal tagelang allein in der Wüste unterwegs gewesen. Das ist auch nicht schlimm! Grundsätzlich kann jeder, der wirklich sportlich ist, genug „Biss“ hat und sich gut vorbereitet, bei dieser Tour mithalten. Bei der Vorbereitung unterstützen wir selbstverständlich und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Generell entscheiden wir neben allen anderen Kriterien auch nach Bauchgefühl, wen wir mitnehmen können und wen nicht. Letztendlich wollen wir ein tolles Team zusammen bekommen, mit dem es einfach Spaß macht, unterwegs zu sein. 

Motivation und Erwartungshaltung sind uns am wichtigsten! 

Dazu gehört für uns, dass du mit der richtigen Erwartung an dieses Abenteuer herangehst. Es kann über viele Tage hinweg sehr anstrengend und ermüdend werden. Dazu kommt, dass es vor Ort immer zu nicht planbaren Veränderungen kommen kann. Du solltest also ein gewisses Maß an Flexibilität, kulinarischer Genügsamkeit und einen ruhigen Geist mitbringen. Belohnt werden die Anstrengungen mit dem Abenteuer deines Lebens. Wenn es das ist, was du willst, bist du bei uns verdammt richtig.

Es wird anstrengend! Nicht nur müssen wir uns durch die Wüste und über Berge kämpfen, jeder wird zudem sein eigenes Gepäck und zusätzlich Equipment und Essen schleppen. Wir erwarten also von dir, dass du Ausdauer zeigst und auch bei schlechtem Wetter mit dem Team mitziehst! Teilweise weist das Terrain sehr anspruchsvolle Strecken auf. Hier musst du unbedingt auf die Guides vor Ort hören. Das setzt auch voraus, dass du unsere Empfehlungen für die Vorbereitung ernst nimmst. Wenn das alles passt, wird es eine Erfahrung werden, von der du noch deinen Enkeln berichten wirst.

Wir planen ca. 15 bis 20 Kilometer Fußmarsch am Tag – je nachdem, ob wir uns über Bergketten schlagen oder über große Sanddünen kämpfen müssen. Dafür brauchen wir vermutlich 6 bis 8 Stunden am Tag. 

Wir beraten dich natürlich bei allen Vorbereitungen. Deine Anreise und die Ausrüstung musst du dennoch eigenständig organisieren. Wir planen es so, dass die meisten Teammitglieder zunächst nach Algier, der Hauptstadt von Algerien, fliegen, und dort von einem lokalen Guide abgeholt werden. Gemeinsam fliegen wir dann weiter nach Djanet. Für die Ausrüstung wird es von uns noch ausführliche Empfehlungen geben. Vor und nach der Tour steht es dir natürlich völlig offen, länger in Algerien zu bleiben.

Vor und nach der Tour schlafen wir in einfachen Unterkünften. Während der Tour kommst du in Zelten unter, die du dir mit einem weiteren Team-Mitglied teilen musst. Für das Tragen eures Zeltes seid ihr selbst verantwortlich. Jeden Abend müssen wir einen geeigneten Ort für unser Lager finden. Die Ausrüstung dafür stellen wir dir, nur deinen Schlafsack und Matratze musst du selber mitbringen. Vor Ort muss dann jeder mit anpacken.

Wir werden die gesagten benötigten Lebensmittel in unseren Rucksäcken transportieren – jedes Teammitglied wird also zusätzlich ca. 5 Kilogramm Lebensmittel tragen. Grundsätzlich werden wir Lebensmittel mitnehmen, die energiereich und haltbar sind. Dazu gehören Couscous, Reis oder Porridge zum Frühstück. Auch getrocknete Früchte wie Datteln oder Feigen und Nüsse liefern gute Energie. Abends werden wir über dem Feuer kochen – auch frisches Brot kann man super über den Flammen backen. Übrigens: Während der Tour wird der Konsum von Alkohol verboten sein. Es ist unnützes Gepäck und wir können uns bei diesen Herausforderungen einfach keinen Kater leisten. Aber zurück in der Zivilisation können wir natürlich mit einem Drink auf dieses Abenteuer anstoßen. 

Wir kommen zwar unterwegs ggf. an Wasserquellen vorbei. Sicher können wir aber nicht sein, dass wir Wasser finden. Deswegen wird dieses Wasser nur für die Kamele sein und wir müssen alles Wasser, das wir für unser Vorhaben benötigen, in großen Wasserkanistern mitbringen. Dafür werden uns die Kamele begleiten.

Uns ist es wichtig, dass wir die Natur so verlassen, wie wir sie vorgefunden haben. Bedenke also bitte, dass Dinge, die nicht verrotten (z.B. feuchtes Toilettenpapier) wieder mitgenommen werden müssen. Außerdem werden wir stark darauf achten, ruhig zu sein, um die dort lebenden Tiere nicht zu stören.

WIR SIND WANDERMUT

WER MACHT DENN SOWAS?

Alex

organisiert diese Tour

Alex ist ein Abenteurer durch und durch. In Schweden aufgewachsen, war die Wildnis schon immer sein zweites Zuhause. Er besitzt ausgeprägte Kenntnisse im Bushcrafting und Survival. Egal ob 600 Kilometer zu Fuß durch die Sahara in Marokko, mit dem Zelt im Dschungel Panamas oder das Überleben auf einer einsamen Insel: Alex macht so schnell keiner was vor. 

SAMY

ist unser Guide vor Ort

Samy kennt die Sahara wie seine Westentasche. Der gebürtige Algerier und Wildlife-Fotograf war schon oft alleine auf Expedition in der Wüste – extreme Gebiete sind seine Leidenschaft. Deshalb hat er auch schon unsere Expedition in die abgelegenste Ecke Islands geleitet. Samy spricht neben Französisch auch Berbersprachen und Arabisch. Dank seiner Erfahrung, seines Wissens und seines Netzwerkes vor Ort wurde dieses Abenteuer überhaupt erst möglich. 

WICHTIGE HARD FACTS

TERMIN

  • 4. - 16. Januar 2025

Beitrag für die Teilnahme

DER TEILNAHMEBEITRAG BETRÄGT 2.878 €.

ANFORDERUNGEN

Hohe körperliche Belastbarkeit, Gelassenheit in unbekannten Situationen und Teamfähigkeit werden vorausgesetzt.

Nächste Schritte

1: BEWERBUNG ABSCHICKEN

Lies dir die Fragen und Antworten durch und bewirb dich über das Formular!

SICHERE DIR DEINEN PLATZ

Wenn du bereit bist, die Sahara zu durchqueren und immer schon einmal etwas machen wolltest, wofür dich deine Freunde für verrückt erklären, stelle dir noch folgende Fragen:

► Kann ich die Zähne zusammenbeißen, wenn der lange Marsch mich quält und die nächste Pause auf sich warten lässt?

► Habe ich überhaupt Zeit und 2.878 Euro für die Tour? Wir fragen im Bewerbungsformular Termine ab und schauen, wann die meisten können.

► Möchte ich eine Erfahrung machen, die ich noch meinen Enkeln erzählen werde?