Nepal

Himalaya Mission

LAND

Nepal

DAUER

ca. 2 Wochen

TEILNEHMER

Ca. 14 Personen

ZEITRAUM

SEPTEMBER / OKTOBER 2024

DAS ZIEL

Eine nepalesische NGO ist mit einem Vorschlag an uns herangetreten, gemeinsam einen Konvoi mit Hilfsgütern zusammenzustellen und tief in das Himalaya-Gebirge vorzudringen. Dort werden wir den Menschen in den entlegensten Dörfern dringend benötigte Medikamente und andere Versorgungsgüter wie warme Kleidung für den heftigen Winter bringen. Mit Yaks und Eseln werden wir die Hilfsgüter über reißende Gletscherflüsse und schroffe Bergpässe bis hin zu den isolierten Siedlungen im Hochgebirge tragen. Denn: Die raue Landschaft der Dolpo-Region ist von jeglicher Infrastruktur abgeschnitten, das Leben in der extremen Bergwelt ist hart. Bis hierher kämpft sich nur selten jemand von außerhalb vor. Doch genau deswegen sind die Menschen vor Ort besonders auf Unterstützung von außerhalb angewiesen. Ein Abbruch ist also keine Option – wir werden gebraucht!

DER PLAN

Wir treffen uns in der Stadt Pokhara, die vor der spektakulären Kulisse des Annapurna-Massivs am Ufer des Phewa-Sees liegt. Gemeinsam organisieren und verladen wir dort die Hilfsgüter, um am nächsten Tag Richtung Nordwesten aufzubrechen. Dort, wo die Straße endet, müssen wir alles auf unsere Rucksäcke und die Tragtiere verladen und uns so weiter den Weg bahnen. Denn die Dörfer in der Region Dolpo an der Grenze zum Tibet liegen komplett abgeschnitten und sind nur zu Fuß erreichbar– weswegen hier auch dringend Medikamente, Jacken und andere Hilfsgüter benötigt werden. Wir werden von Raju, einem ehemaligen UN-Mitarbeiter, begleitet, der diese Region wie seine Westentasche kennt. Nach zwei Tagen steilen Aufstieg erreichen wir die ersten Dörfer, die versorgt werden müssen. Nachdem wir in einem kleinen buddhistischen Kloster unseren traditionellen Schutzsegen für die tückischen Bergpässe erhalten haben, wagen wir uns tiefer in die Wildnis vor, kämpfen uns durch die schroffe Bergwelt des Himalayas und die immer dünner werdenden Luft. Wir wollen auch die abgelegensten Bergdörfer mit den Hilfsgütern erreichen. Nach erfolgreicher Mission überqueren wir das verschneite Hochgebirge des Dolpo Himal in Richtung Südwesten, über Pässe mit mehr als 5000 Metern Höhe. Unser Ziel ist das entlegene Flugfeld von Juphal. Dort bringt uns eine kleine Propellermaschine wieder zurück nach Kathmandu – wo uns endlich die wohlverdiente heiße Dusche und ein richtiges Bett erwartet.

DIE HERAUSFORDERUNGEN

Die abgeschiedene Bergwelt des Himalayas stellt uns vor viele verschiedene Herausforderungen. Körperlich wird der Weg uns viel abverlangen, denn wir müssen uns über zwei Wochen lang jeden Tag 7 bis 9 Stunden durch schroffe Landschaften und über steile Bergpässe kämpfen. Und das mit zu Beginn ca. 25 Kilogramm Gewicht auf dem Rücken, was aber durch die Verteilung der Hilfsgüter stetig reduziert wird. Wir wollen schließlich so viele Hilfsgüter wie möglich zu den Menschen bringen. Hinzu kommt die extreme Höhe, denn die Bergpässe liegen teilweise auf über 5.000 Metern – hier wird die Luft seeeehr dünn und jede Bewegung ist anstrengend. Eine weitere Herausforderung stellt das Wetter dar: Besonders in den extremen Höhen kann sich das Wetter schlagartig ändern. Wir müssen mit Stürmen, heftige Winden und sogar Schnee rechnen. Jeden Abend müssen wir einen geeigneten Ort für ein geschütztes Lager finden und abwechselnd Wache halten, damit uns kein Schneeleopard das Essen stibitzt. Sicher ist: Diese Tour wird brutal und kann nur als Team gemeistert werden. Doch die Motivation für all diese Strapazen ziehen wir aus dem Wissen, hier etwas sehr Wichtiges zu schaffen und den Menschen vor Ort lebenswichtige Güter zu bringen. Belohnt werden wir außerdem mit einem richtigen Abenteuer in einer der atemberaubendsten und wildesten Landschaften dieser Welt, wo die Zeit noch stillzustehen scheint.

 

DAS GEBIET

Die Dolpo-Region liegt im Norden Nepals in den Höhen des Himalaya-Gebirges an der Grenze zum Tibet und gilt als eine der abgeschiedensten Gegenden der Welt. Das weitläufige Gebiet, auf dem sich einige der höchstgelegenen, permanent bewohnten Siedlungen der Welt befinden, wird durch mehrere Berge von über 7000 Metern in den südlichen und den noch abgelegeneren nördlichen Teil getrennt. Hier erwartet uns eine unberührte, spektakuläre Natur: Türkise Bergseen schimmern zwischen schneebedeckten Gipfeln, tiefe Wälder und wüstenhafte Steppen bedecken die Berghänge. Die wenigen menschlichen Siedlungen, die es hier gibt, liegen oft an den Ufern der reißenden Gebirgsbäche. Die Menschen versorgen sich so gut es geht selbst – doch nicht immer reichen die Erträge in dieser kargen Landschaft zum Überleben. Deswegen ist die Dolpo-Region auf Hilfe von außerhalb angewiesen.

TIERWELT & KULTUR

TIERWELT

Die einsame Wildnis der Dolpo-Region ist bis heute Heimat vieler seltener Tierarten. So streifen Schneeleoparden in den eisigen Höhen umher. Eine ihrer liebsten Beute sind die hier lebenden Moschustiere. Die antilopen artigen Huftiere finden auf den Wiesen und in den Wäldern des Himalayas ausreichend Nahrung. Auch die sogenannten Blauschafe, die allerdings eher an Bergziegen erinnern, leben hier. Es lohnt sich zudem, immer mal wieder in den Himmel oder die Baumkronen zu blicken, denn auch eindrucksvolle Vögel, wie der Himalaya-Geier, kreisen über der Szenerie. Vielleicht treffen wir unterwegs auch auf einen tibetischen Yak Hirten, der mit seinen Tieren die abgelegenen Wiesen als Weidegründe nutzt.

KULTUR

Tatsächlich gehörte die nepalesische Region Dolpo bis in das 18. Jahrhundert politisch zum Tibet. Noch heute sind die meisten Menschen, die weit verstreut in den einzelnen Siedlungen hier leben, tibetisch. Neben der tiefen Verwurzelung zum tibetischen Buddhismus praktizieren hier noch heute Menschen die sogenannte Bon-Religion, in der schamanische Rituale und ein großer Ahnenkult eine wichtige Rolle spielen. Durch die abgelegene Lage im Himalaya konnten die Menschen bis heute ihre ursprünglichen Traditionen bewahren. Nomaden ziehen noch heute mit ihren Yak-Herden umher, in den Siedlungen wird terrassenförmig angebaut, wo die Natur es erlaubt. Besonders beliebt ist YartsaGunbu, ein chinesischer Raupenpilz. Bis heute ist das Leben in der Dolpo-Region abseits von Handynetz oder Straßen sehr einfach geprägt.

SICHERHEIT

VERLETZUNGEN & ERKRANKUNG

In dieser abgelegenen Region Nepals gibt es keine Dörfer mit einer ärztlichen Versorgung – genau deswegen werden die Hilfsgüter so dringend gebraucht. Wir sind jedoch gut vorbereitet: Für leichtere Verletzungen wie Verstauchungen oder kleine Wunden haben wir umfangreiches Erste-Hilfe-Equipment dabei. Unser Guide ist ein Experte für Rettung und Sicherheit und verfügt über viel Erfahrung im Überleben in der Wildnis. Im Notfall können wir das Satellitentelefon nutzen, um einen Notruf abzusetzen und uns mit einem Hubschrauber evakuieren zu lassen.

Höhenkrankheit

Da wir auf dieser Tour Höhen von über 5.000 Metern passieren, müssen wir damit rechnen, dass Symptome der Höhenkrankheit auftreten können. Wir haben zur Vorbeugung eine Route gewählt, die uns die Gelegenheit für ausreichend Akklimatisierung bietet. Außerdem ist es immer wichtig, ausreichend Wasser zu trinken. Tatsächlich kann man auch mit Diamox und Paracetamol der Höhenkrankheit etwas vorbeugen. In jedem Fall: Sicherheit hat für uns oberste Priorität und wir müssen ansonsten mehr Pausen einlegen oder unsere Route anpassen.

Wetter

Die meisten Menschen meiden diese Region, vor allem im Sommer. Dann beginnen die heftigen Stürme des Monsuns, besonders auf den offenen Ebenen des Lower-Dolpo. Das Wetter kann hier blitzschnell umschlagen, und je nach Position kann der Wind sehr heftig werden. In den Höhenlagen müssen wir uns auf den ein oder anderen Schneesturm gefasst machen. Daher ist es äußerst wichtig, dass wir immer auf unsere Guides hören und bei unserer Routenplanung immer flexibel bleiben!

Wilde Tiere

Die Tierwelt dieser Region ist einzigartig und faszinierend. Für uns birgt sie aber zum Glück relativ geringe Gefahren. Einzig der Schneeleopard könnte gefährlich werden – er ist allerdings äußerst scheu. Dennoch werden wir eine Nachtwache einrichten, um unser Camp und unsere Essensvorräte in Schichten zu bewachen.

WIR SIND WANDERMUT

WER MACHT DENN SOWAS?

Es wird ein Wandermut-Guide diese Expedition begleiten und dir im Vorfeld als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Vor Ort wird das Team zudem ein NGO-Mitarbeiter, der das Gebiet kennt, begleiten.

Jordane

Touren Planer

Jordane hat viele Jahre in Nepal gelebt und mit der NGO bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet. Doch auch so ist sein Leben sehr abenteuerlich. Vor der Küste Kenias musste er zum Beispiel schon vor Piraten fliehen. Als Fotograf hält er seine Expeditionen oft auch in eindrucksvollen Fotografien fest. Er hat für Wandermut diese Hilfsmission erstellt.

Raju Pariyar

Verantwortlich vor Ort

Raju arbeitet für die nepalesische NGO, mit der wir für diese Tour zusammenarbeiten. Vorher war er viele Jahre als ausgebildeter Berg- und Wildnisführer in der Annapurna-Region tätig und kennt die Bergwelt des Himalaya daher sehr gut. Während des verheerenden Erdbebens schloss er sich einem First Response Team der NGO an, das ein Versorgungs-Camp im Epizentrum aufbaute. Raju hat viele Expeditionen mit Teilnehmern aus der ganzen Welt geleitet und auch schon für die UN gearbeitet. Wenn er nicht gerade zu Fuß unterwegs ist, ist er als voll lizenzierter Gleitschirmflug-Pilot in der Luft!

WICHTIGE HARD FACTS

TERMIN

Für dieses Jahr haben wir schon Teams geplant. Dies sind die Daten:

► 15.September - 29.September 2024

► 15.November - 29.November 2024

TEILNAHMBEITRAG

Die Tour kostet 2.970 Euro

ANFORDERUNGEN

Sehr hohe körperliche Belastbarkeit, Gelassenheit in unbekannten Situationen und Teamfähigkeit werden vorausgesetzt.

FRAGEN UND ANTWORTEN

Der Teilnahmebetrag liegt bei 2.970 Euro.

DABEI SIND

✓ Vorbereitung per Zoom-Meeting und Discord-Gruppe

✓ Unterkunft für 1 Nacht in Pokhara vor der Tour

✓ Welcome-Dinner

✓ Jeep Transfer von Pokhara aus

✓ Benötigte Hilfsgüter

✓ Permits

✓ Flüge von Juphal nach Kathmandu

✓ Zelte

✓ Verpflegung während der gesamten Tour

✓ Erste-Hilfe-Medizin

✓ Guide von Wandermut

✓ Local – Guide

✓ GPS-Geräte

✓ Satellitentelefon

✓ Kochutensilien

✓ Packtiere

NICHT DABEI SIND

☓ Persönliches Equipment

☓ Unterkünfte vor und nach der Tour bei individueller Verlängerung

☓ Restaurantbesuche vor und nach der Tour

☓ Alkoholische Getränke

☓ Flüge von Deutschland nach Kathmandu und Weiterflug von dort nach Pokhara.

Du kannst diese Tour nicht einfach buchen – du musst dich bewerben. Natürlich können und wollen wir nicht jeden mitnehmen. Wir suchen uns unsere Mitstreiter sehr genau aus. Wen wir mitnehmen und wen nicht, beantworten wir in einer anderen Frage. Wichtig ist, dass du dich auf einen der Plätze bewirbst. Dazu musst du uns ein paar wenige Fragen beantworten. Dann melden wir uns bei dir!

Diese Tour ist nicht für jeden…

Die Wenigsten sind vorher schonmal einmal tagelang allein in der Wildnis unterwegs gewesen. Das ist auch nicht schlimm! Grundsätzlich kann jeder, der wirklich sportlich ist, genug „Biss“ hat und sich gut vorbereitet, bei dieser Tour mithalten. Bei der Vorbereitung unterstützen wir selbstverständlich und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Generell entscheiden wir neben allen anderen Kriterien auch nach Bauchgefühl, wen wir mitnehmen können und wen nicht. Letztendlich wollen wir ein tolles Team zusammen bekommen, mit dem es einfach Spaß macht, unterwegs zu sein.

Motivation und Erwartungshaltung sind uns am wichtigsten!

Dazu gehört für uns, dass du mit der richtigen Erwartung an dieses Abenteuer herangehst. Es kann über viele Tage hinweg sehr anstrengend und ermüdend werden. Dazu kommt, dass es vor Ort immer zu nicht planbaren Veränderungen kommen kann. Du solltest also ein gewisses Maß an Flexibilität, kulinarischer Genügsamkeit und einen ruhigen Geist mitbringen. Belohnt werden die Anstrengungen mit dem Abenteuer deines Lebens. Wenn es das ist, was du willst, bist du bei uns verdammt richtig.

Es wird anstrengend! Nicht nur müssen wir uns über Bergpässe und durch Flüsse kämpfen, jeder wird zudem sein eigenes Gepäck, zusätzlich Equipment, Essen und natürlich die Hilfsgüter schleppen. Wir erwarten also von dir, dass du Ausdauer zeigst und auch bei schlechtem Wetter mit dem Team mitziehst! Teilweise weist das Terrain sehr anspruchsvolle Strecken auf. Hier musst du unbedingt auf die Guides vor Ort hören. Das setzt auch voraus, dass du unsere Empfehlungen für die Vorbereitung ernst nimmst. Wenn das alles passt, wird es eine Erfahrung werden, von der du noch deinen Enkeln berichten wirst.

Wir beraten dich natürlich bei allen Vorbereitungen. Deine Anreise und die Ausrüstung musst du dennoch eigenständig organisieren. Unser Treffpunkt ist das GaurishankarBackpacker’s Hostel in Pokhara. Für die Ausrüstung wird es von uns noch ausführliche Empfehlungen geben. Vor und nach der Tour steht es dir natürlich völlig offen, länger in Nepal zu bleiben.

Außer am ersten Abend in Pokhara, kommen wir während der gesamten Tour in Zelten unter, die du dir mit einem weiteren Team-Mitglied teilen musst. Für das Tragen eures Zeltes seid ihr selbst verantwortlich. Jeden Abend müssen wir einen geeigneten Ort für unser Lager finden. Die Ausrüstung dafür stellen wir euch, nur Schlafsack und Matratze müsst ihr selber mitbringen. Vor Ort muss dann jeder mit anpacken– auch bei der nächtlichen Wache zum Schutz vor Schneeleoparden.

Wir werden einen Teil der benötigten Lebensmittel in unseren Rucksäcken und mithilfe von Lastentieren transportieren können – jedes Team-Mitglied wird also zusätzlich zu den Hilfsgütern ein paar Kilogramm Verpflegung tragen. Grundsätzlich werden wir Lebensmittel mitnehmen, die energiereich und haltbar sind. Dazu gehören Hafer, Instant-Nudeln oder Trockenfleisch. Auch getrocknete Früchte und Nüsse liefern gute Energie. Abends werden wir über dem Gaskocher – oder wenn wir Holz finden, über dem Feuer kochen. Frisches Brot kann man zum Beispiel super über den Flammen backen. Wir werden aber auf jeden Fall mal die Gelegenheit haben, das nepalesische Nationalgericht Dal-Bhat (Reis, Linsen und Gemüse) kennenzulernen!

Wir kommen unterwegs an Flüssen vorbei, wo wir unsere Wasserkanister füllen können. Zur Sicherheit müssen wir das Wasser allerdings vorher sterilisieren. Zu den Mahlzeiten wird es auch Instant Kaffee oder Tee geben. Ach ja – Alkohol ist auf unseren Touren verboten. Was wir machen erfordert volle Konzentration und es muss jedem bewusst sein, dass wir eines der herausforderndsten Gebirge der Welt durchqueren – das erfordert einen klaren Geist in jeder Situation. Der Drink nach erfolgreichem Abenteuer schmeckt dafür umso besser.

Uns ist es wichtig, dass wir die Natur so verlassen, wie wir sie vorgefunden haben. Bedenke also bitte, dass Dinge, die nicht verrotten (z.B. feuchtes Toilettenpapier) wieder mitgenommen werden müssen. Außerdem werden wir stark darauf achten, ruhig zu sein, um die dort lebenden Tiere nicht zu stören.

Nächste Schritte

1. Bewerbung abschicken!

SICHERE DIR EINEN PLATZ

Stelle dir folgende Fragen, wenn du dabei sein willst:

► Kann ich die Zähne zusammenbeißen, wenn der Sturm in den Bergen mir den Schnee ins Gesicht peitscht und das nächste Feuer auf sich warten lässt?

► Habe ich überhaupt Zeit und 2.970 Euro für die Tour? Wir fragen im Bewerbungsformular Termine ab und schauen, wann die meisten können.

► Möchte ich eine Erfahrung machen, die ich noch meinen Enkeln erzählen werde?