Lappland

2020
Ziel
Finnland
Dauer
Ca. 13 Tage
Teilnehmer
Ca. 12 Personen
Zeitraum
September/ Oktober

Das Ziel

Unser Ziel ist es, das finnische Lappland zu durchqueren, um den arktischen Ozean zu erreichen. Achtung: Das haben wir noch nie gemacht!

Dazu müssen wir uns auf extrem schnell wechselndes Wetter einstellen. Polarlichter, Bären und Wölfe können jederzeit nördlich des Polarkreises erscheinen. Was kaum einer weiß: Hier in Finnland leben Europas letzte Ureinwohner mit ihren Rentieren. Mit ein bisschen Glück laufen wir den Sami People über den Weg und wer weiß, was das mit sich bringen wird! Ob wir es bis zum Ozean schaffen, können wir nicht versprechen. Es ist eine noch nie bestrittene Pionier-Tour. Wir werden es schon bald herausfinden …

Der Plan

Es ist unser erster Versuch. Deswegen ist der Plan kurz und einfach:

Unsere Route führt uns mitten durch Lapplands Norden. Hinaus aus den Kiefernwäldern und über die karge Tundra bis wir den tosenden Arktischen Ozean auf norwegischem Territorium erreichen. Wenn es der Zufall so will, können wir auf längst verlassenen Siedlungen oder sogar Malereien der Sami stoßen. Vor allem weiter im Norden steigt die Wahrscheinlichkeit. 

Abends, nach jedem harten Wandertag, gilt es einen geeigneten Lagerplatz zu finden, der uns Schutz vor dem eisigen Wind bietet. Hier müssen wirklich alle Teammitglieder mit anpacken. Solange es Wälder gibt, muss jeder Brennholz suchen und im Camp helfen. Einzelkämpfer braucht es hier nicht – hier ist Teamleistung gefragt!

Die Herausforderungen

Die Heraus-
forderungen

Die größte Herausforderung wird es sein unseren Weg durch all die reißenden Flüsse zu finden. Hier sind wir auf unseren Guide angewiesen, der zwar das Gebiet kennt, aber nicht die Route. Niemals dürfen wir die Kraft eines Flusses unterschätzen. Selbst bei einer Tiefe von einem halben Meter kann es einen Unvorsichtigen umhauen.

Auch das Gepäck wird eine große Herausforderung sein. Bis zum Ziel werden wir alle notwendigen Lebensmittel selbst tragen. Jeden Tag werden wir viele Stunden zu Fuß unterwegs sein – die Stärksten im Team werden mit Rucksäcken von bis zu 20 – 25 Kilogramm auf dem Rücken wandern.

Das Terrain selbst gibt uns den Rest: Riesige Steinbrocken und Felsblöcke müssen überquert werden, Trittsicherheit und volle Konzentration sind daher von höchster Priorität.

Zu den körperlichen Strapazen kommen die unkontrollierbaren Wetterbedingungen. Oberhalb des Polarkreises kann sich das Wetter blitzartig ändern. Schneestürme und plötzlicher Frost sind hier keine Seltenheit – und Unterkühlung stellt eine ernstzunehmende/echte Gefahr dar. Solange wir den Anweisungen unseres Guides folge leisten, sind wir jedoch auf der sicheren Seite.

Die größte Herausforderung wird es sein unseren Weg durch all die reißenden Flüsse zu finden. Hier sind wir auf unseren Guide angewiesen, der zwar das Gebiet kennt, aber nicht die Route. Niemals dürfen wir die Kraft eines Flusses unterschätzen. Selbst bei einer Tiefe von einem halben Meter kann es einen Unvorsichtigen umhauen.

Auch das Gepäck wird eine große Herausforderung sein. Bis zum Ziel werden wir alle notwendigen Lebensmittel selbst tragen. Jeden Tag werden wir viele Stunden zu Fuß unterwegs sein – die stärksten im Team werden mit Rucksäcken von bis zu 20 – 25 Kilogramm auf dem Rücken wandern.

Das Terrain selbst gibt uns den Rest: Riesige Steinbrocken und Felsblöcke müssen überquert werden, Trittsicherheit und volle Konzentration sind daher von höchster Priorität.

Zu den körperlichen Strapazen kommen die unkontrollierbaren Wetterbedingungen. Oberhalb des Polarkreises kann sich das Wetter blitzartig ändern. Schneestürme und plötzlicher Frost sind hier keine Seltenheit – und Unterkühlung stellt eine ernstzunehmende/echte Gefahr dar. Solange wir den Anweisungen unseres Guides folge leisten, sind wir jedoch auf der sicheren Seite.

Die Sámi

Lappland bezeichnet die raue Landschaft Skandinaviens oberhalb des Polarkreises. Die Sami People, die Ureinwohner dieses Gebiets, bevorzugen allerdings die Bezeichnung Sápmi für ihr Territorium. Seit mehr als 3.500 Jahren bewohnen sie das Land und ernähren sich von der reichen Natur. Ihre spannende Kultur wurde in Skandinavien vielerorts verdrängt und angepasst, doch auf unserer Route können wir tatsächlich einigen der letzten Nomaden Skandinaviens begegnen. Sie gelten als sehr musikalisch und kreativ – man sagt ihnen auch die Erfindung des Skis zu! Halbjährlich ziehen sie mit ihren riesigen Rentierherden auf der Suche nach Weideland durch die Tundra. Auch als Fischer leben sie traditionell an der Küste des Arktischen Ozeans. Überreste ihrer spitzförmigen Hütten, den Koten, finden sich im gesamten Gebiet.

Landschaft

Auf unserer Route nach Norden werden die dichten Kiefernwälder schnell karger, schroffe Tundra bestimmt dann die Landschaft nördlich des Polarkreises. Der Blick reicht weit über die wilde Natur, die von dichtem Moos und robusten Polarbirken bedeckt und von unzähligen Flüssen und kleinen Seen durchzogen ist. Besonders im Herbst leuchtet die Wildnis in unglaublichen Farben. Tosende Wasserfälle mitten im Nirgendwo krachen dann, gespeist von dem sommerlichen Schmelzwasser, die Fjälls (wie man die Berge in Lappland nennt) hinab. Auch Polarlichter sind hier keine Seltenheit.

Tierwelt

Neben einer einzigartigen Flora erwartet uns auch eine spektakuläre Fauna. Wilde Rentierherden ziehen durch die verlassene Landschaft – tatsächlich beheimatet Lappland mehr Rentiere als Menschen. Aber auch Wölfe, Bären und Bärenmarder leben in der Einsamkeit des Polargebietes. Auch müssen wir nachts unser Proviant sicher verstauen, sodass keine wilden Tiere angelockt werden. Unser Guide war schon zuvor in diesem Gebiet unterwegs und weiß, wie wir uns im Fall eines ungewolltes Zusammentreffens – mit zum Beispiel einem Bären – zu verhalten haben.

Sicherheit

Sicherheit

Unterkühlung (Hypothermie)

 

Selbst im September steigen die Höchsttemperaturen sehr selten über 10 Grad Celsius. Es kann also eiskalt werden, besonders nachts. Kälte und Nässe (zum Beispiel durch Flussdurchquerungen oder Regen) vertragen sich nicht gut und können gefährlich werden. Deswegen ist es wichtig, dass wir unser Equipment wasserdicht verstauen und zudem ausreichend warme Kleidung dabei haben. Nachts werden wir ein Feuer machen, um uns zu wärmen.

Orientierung

 

Die meiste Zeit werden wir querfeldein ohne markierte Wege unterwegs sein, manchmal kreuzen wir Pfade, die beispielsweise Rentierherden hinterlassen haben. Auch Flussläufe liefern eine gute Form der Orientierung. Das Gebiet ist dennoch überschaubar und dank GPS-Unterstützung wird die Orientierung kein Problem für uns darstellen.

Medizinische Versorgung

 

Oft wird die nächste Straße oder ein Dorf mehr als einen Tagesmarsch entfernt liegen. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns bei kleineren Verletzungen oder Verstauchungen mittels unserer First-Aid-Kits selbst versorgen können. Bei Notfällen können wir mit unserem Satellitentelefon Hilfe rufen.

Wer macht denn sowas?

Wir sind Wandermut. Wir gehen dorthin, wo niemand hingeht.

Martin
Druschel

Tourorganisator

Als Mitgründer von Wandermut ist Martin neben Expeditionen in der Sahara oder in Kamtschatka bereits auf mehreren Expeditionen im peruanischen aber auch im panamaischen Dschungel gewesen. Er wird dein Ansprechpartner bis zum Start der Tour sein.

 

Justin
Frick

Verantwortlicher Guide

Justin ist Australier und durch und durch ein verrückter Abenteurer. „Love is the answer“ begründet, warum er in Finnland ein Zuhause gefunden hat. Er wandert seit seiner Kindheit – egal, ob im Schneeschuh mit Ski und bei welchem Wetter. Wir sind froh ihn an Bord zu haben, denn mit ihm als ausgebildeten Rettungsschwimmer haben wir einen starken und professionellen Guide an unserer Seite.

Nächste Schritte

1

Bewerbung abschicken

Lies dir die Fragen und Antworten durch und bewirb dich online!

2

Wir melden uns

Wir sagen dir Bescheid, ob wir dich mitnehmen können oder nicht.

3

Platz sichern

Wenn von unserer Seite alles passt, bekommst du den Platz im Team.

 

4

Vorfreude genießen

 …und los gehts!

Fragen und Antworten

Was kostet die Tour?

Die Tour kostet 2.571 Euro

Dabei sind
  • Zelte
  • Rentierfelle
  • Bustransfer
  • Volle Verpflegung während der Tour
  • Erste-Hilfe-Medizin
  • Guides
  • GPS-Geräte
  • Satellitentelefon
  • Kochutensilien

Nicht dabei sind
  • Flüge
  • Persönliches Equipment
  • Restaurantbesuche und alkoholische Getränke

Wann geht es los?

Der Zeitraum der Tour ist:
03. Oktober – 15. Oktober 2020

Es wird auch noch ein alternatives Datum im September geben. Wir schauen dann, wann es den meisten passt!
Bedacht werden sollte bei der Anreise, dass genügend Puffer nach vorne und nach hinten eingeräumt wird. Es kann immer vorkommen, dass das Gepäck nicht ankommt oder, dass wir einen Tag länger brauchen als geplant. Bisher hat immer alles geklappt, aber man weiß ja nie!

Wie kann ich mitkommen?

Du kannst diese Tour nicht einfach buchen – du musst dich bewerben. Natürlich können und wollen wir nicht jeden mitnehmen. Wir suchen uns unsere Mitstreiter sehr genau aus. Wen wir mitnehmen und wen nicht, beantworten wir in einer anderen Frage. Wichtig ist, dass du dich online auf einen der Plätze bewirbst. Dazu musst du uns ein paar wenige Fragen beantworten. Dann melden wir uns bei dir!

Wen nehmen wir mit?

Diese Tour ist ein Erstversuch

Du solltest ein unkomplizierter Mensch sein, der keine Probleme mit Improvisation hat oder gleich aufschreit, wenn etwas nicht nach Plan läuft. Die Wenigsten sind vorher schon einmal zwei Wochen allein in der Wildnis unterwegs gewesen. Das ist auch nicht schlimm! Grundsätzlich kann jeder, der wirklich sportlich ist, genug „Biss“ hat und sich gut vorbereitet, bei dieser Tour mithalten. Bei der Vorbereitung unterstützen wir selbstverständlich und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Generell entscheiden wir neben allen anderen Kriterien auch nach Bauchgefühl, wen wir mitnehmen können und wen nicht. Letztendlich wollen wir ein tolles Team zusammen bekommen, mit dem es einfach Spaß macht, unterwegs zu sein.

Motivation und Erwartungshaltung sind uns am wichtigsten!

Dazu gehört für uns, dass du mit der richtigen Erwartung an dieses Abenteuer herangehst. Es kann über viele Tage hinweg sehr anstrengend und ermüdend werden. Dazu kommt, dass es vor Ort immer zu nicht planbaren Veränderungen kommen kann. Du solltest also ein gewisses Maß an Flexibilität, kulinarischer Genügsamkeit und einen ruhigen Geist mitbringen. Belohnt werden die Anstrengungen mit dem Abenteuer deines Lebens. Wenn es das ist, was du willst, bist du bei uns verdammt richtig.

Körperliche Anforderungen

Es wird anstrengend!

Daumenregel: Wer am Tag 20 Km mit 20 Kg Gepäck über 2 Wochen laufen kann, wird kaum Probleme bekommen. Uns erwarten ca. 150 Km innerhalb von 12 Tagen. Deswegen werden es nicht jeden Tag 20 km sein: Wir planen ca. 14 – 20 Kilometer am Tag – wenn wir uns durch matschiges Terrain kämpfen müssen, können aber auch schonmal zehn Kilometer einen ganzen Tag kosten. Das Schwierige an dieser Wanderung ist auch, dass wir sehr oft Klippen und Pässe bestreiten müssen. Täglich können wir von 50 – 150 Höhenmetern ausgehen. Wir erwarten also von dir, dass du trittfest und in der Lage bist, in schnellem Marschtempo durch unebenes Gelände zu laufen. Das setzt voraus, dass du unsere Empfehlungen für die Vorbereitung ernst nimmst. Dann wirst du es packen und eine Erfahrung machen, von der du noch deinen Enkeln berichten wirst.

Wer organisiert die An- und Abreise?

Wir beraten dich natürlich bei allen Vorbereitungen in der Facebook-Gruppe. Deine Anreise und die Ausrüstung musst du dennoch eigenständig organisieren. Für die Ausrüstung wird es von uns noch ausführliche Empfehlungen geben. Vor und nach der Tour steht es dir natürlich völlig offen, länger in Finnland zu bleiben.

Wo werden wir schlafen?

Nachts kommen wir in speziellen Zelten unter. Jeden Abend müssen wir einen geeigneten Ort für unser Lager finden. Vor Ort werden wir traditionelle Rentierfelle organisieren, auf denen schon die Sami genächtigt haben.

Was gibt es zu essen?

Wir werden die gesamten benötigten Lebensmittel in unseren Rucksäcken transportieren müssen. Dafür haben wir keine Träger, also wird jedes Teammitglied einen Teil zusätzlich zum Equipment tragen müssen. Grundsätzlich werden wir Lebensmittel mitnehmen, die energiereich und haltbar sind. Im Grunde essen wir das, was wir lokal kaufen werden. Dazu gehören Reis, Nudeln aber auch vieles, was aus Rentier gemacht werden kann und was schon die Sami über Jahrhunderte essen. Zusätzlich werden wir angeln und mit ein bisschen Glück den ein ander anderen Fisch auf dem Teller haben.

Was gibt es zu trinken?

Unser Wasser werden wir aus den zahlreichen Flüssen entnehmen und darin unsere Frischwasservorräte auffüllen. Um Krankheiten vorzubeugen reinigen wir das Wasser, bevor wir es trinken. Oftmals können wir aber auch direkt aus dem Fluss trinken.

Umweltschutz

Uns ist es wichtig, dass wir die Natur so verlassen, wie wir sie vorgefunden haben. Bedenke also bitte, dass Dinge, die nicht verrotten (z.B. feuchtes Toilettenpapier) wieder mitgenommen werden müssen. Außerdem werden wir stark darauf achten, ruhig zu sein, um die dort lebenden Tiere nicht zu stören.

Einreise trotz Corona

Als Bürger der Deutschen Staatsbürgerschaft gelten laut Auswärtigem Amt folgende Bedingungen:

Stand 19.07.2020:

„Seit dem 13. Juli 2020 bestehen für die Einreise aus Deutschland nach Finnland keine Beschränkungen mehr. Auch die Quarantänevorschriften wurden zum 13. Juli 2020 aufgehoben. Seitdem hängt die Frage der Einreise nach Finnland vom Infektionsgeschehen ab, das den epidemiologischen Grenzwert von 8 Neuinfektionen pro 100.000 Personen innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen nicht überschreiten darf. Dieser Wert soll alle zwei Wochen überprüft werden. Ein Überschreiten kann zu erneuten Reisebeschränkungen führen.“

Bewirb dich hier!

Wenn du immer schon einmal an deine Grenzen kommen wolltest und du für dieses Abenteuer brennst, stelle dir selbst folgende Fragen:

  • Kann ich die Zähne zusammenbeißen, wenn der Marsch länger und anstrengender wird als geplant, der Schlaf nur kurz ausfällt oder es seit Tagen regnet?
  • Passt der Zeitraum 03. Oktober – 15. Oktober 2020* und kann ich den Teilnahmebeitrag von 2.571 Euro aufbringen? *Es gibt noch einen alternativen Zeitraum im September – wir schauen wann es den meisten passt!
  • Möchte ich eine Erfahrung machen, die ich noch meinen Enkeln erzählen werde?

Solltest du noch eine wichtige Frage im Vorfeld haben, kannst du diese jederzeit unter Kontakt stellen. Wir versuchen zeitnah auf deine Frage einzugehen. Zunächst werden wir uns jedoch die vollständigen Einsendungen der motiviertesten Bewerber anschauen.

Martin Druschel

Tourorganisator

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