Wunderschön, tropisch und berüchtigt..
Eine nahezu undurchdringliche, atemberaubende und absolut wilde Landschaft trennt die Kontinente Amerikas voneinander – der Darien Gap. Ein Dschungel der seit hunderten von Jahren nahezu unerschlossen ist und in den sich nur die Wenigsten gewagt haben. Nach monatelanger Planung werden wir es endlich angehen: wir durchqueren den Darien mit dem Ziel die pazifische Küste zu erreichen!
Historischer Hintergrund
Vielen sind tolle Sehenswürdigkeiten wie der Panama Kanal oder auch die beeindruckende Stadt Panama City bekannt, doch nur die wenigsten haben je etwas vom wilden Dschungel des Darien gehört. Es ist der südlichste Teil Panamas, der Mittel- und Südamerika miteinander verbindet.
Der Darien war die erste Region des Festlandes, das von den Spaniern kolonialisiert wurde. Historisch gesehen müsste es demnach eines der bevölkerungsreichsten Gebiete ganz Amerikas sein. Doch genau das Gegenteil ist eingetreten. Bis heute sind weite Teile des Dariens vollkommen unerschlossen und genauso wild, wie vor hunderten von Jahren. In den 80er Jahren formierten sich hier die Guerilla-Bewegungen. Vorrangig auf kolumbianischer Seite waren einige Opfer durch die Bewegungen zu beklagen. Allerdings wurde vor einigen Jahren ein Friedensvertrag zwischen den Aufständischen und der Regierung unterzeichnet.
Seither hat sich die Lage merklich beruhigt. Rick, unser wichtigster Guide, hatte in den letzten 20 Jahren keine Schwierigkeiten während diverser Expeditionen auf der panamaischen Seite im Darien. Das liegt zum Einen daran, dass die kolumbianische Grenze weiter entfernt ist und zum Anderen an seinem langjährigen Erfahrungsschatz.
Der Dschungel
Nichts wird so aussehen, wie wir es kennen und für jeden von uns wird es eine vollkommen neue Erfahrung werden. Unsere Route wird uns fernab der Zivilisation durch die verschiedensten Vegetationen führen. Mehr als 2.000 verschiedene Tropenpflanzen sind hier beheimatet. Anfangs wird der Wald sehr tropisch sein. An vielen Stellen ist er extrem dicht und durchzogen von Lianen, Ranken und riesigen Wurzeln, sodass man kaum weiter als drei Meter ins Unterholz blicken kann.
Unsere Route wird immer wieder von kleinen Gebirgen und Flüssen durchkreuzt werden. Unterwegs werden wir also immer wieder durch Wasser waten, steile Abhänge überwinden und uns durchs Unterholz kämpfen müssen. An anderen Stellen öffnet sich der Wald wiederum und lässt nachts einen sagenhaften Blick auf die Sterne frei. Je weiter wir in Richtung des pazifischen Ozeans kommen desto stärker werden wir auch eine Veränderung der Vegetation spüren. Hier wird aus dem tropischen Regenwald ein Trockenwald. Weiter nördlich unserer Route finden sich sogar Savannen.
Vor rund 2,5 Millionen Jahren waren Nord- und Südamerika noch zwei getrennte Kontinente. Als sich die Landbrücke über die Jahre hinweg schloss, hatten Tiere, die sich vollkommen isoliert voneinander entwickeltet hatten, die Möglichkeit in zuvor unerreichbares Land vorzudringen.
Vor allem im heutigen Panama und dort im Darien führte es dazu, dass die Artenvielfalt atemberaubend hoch ist. Unter anderem deswegen wurde der Darien von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
Nahezu alle Tierarten Südamerikas aber auch viele Nordamerikas, wie der Puma oder das Gürteltier, sind im Darien vertreten. Dazu kommen Ameisenbären, Tukane, verschiedenste Affenarten, Faultiere, extrem seltene Ozelots, über 300.000 Insektenarten, Schlangen und vieles mehr. Es wurde sogar eine Froschart dokumentiert, deren Haut durchsichtig ist, sodass man direkt auf die Organe schauen kann.
Diese und viele weitere Arten sind sehr selten und teilweise nur dort zu finden. Welche Tiere wir zu sehen bekommen, ist natürlich ungewiss. Sie warten schließlich nicht auf uns! 😉
Unsere Begleiter werden Mitglieder des Stammes der Embera sein. Das alte indigene Volk zählt in Panama nahezu 7.000 Menschen, wobei ihre Sprache „Embera“, die zur Familie der Chocó gehört, von ca. 60.000 bis 110.000 Menschen gesprochen wird. Mittlerweile leben sie vermehrt in größeren Siedlungen.
An der Spitze jedes Stammes steht immer ein Häuptling und ein Medizinmann. Viele von ihnen leben nach wie vor sehr traditionell, wenngleich sich ihre Art zu leben in den letzen Jahren sehr verändert hat. Sie pflegen ihre Traditionen mit ihren Tänzen, den Bemalungen oder ihrer Handwerkskunst und doch sind die Einflüsse der Zivilisation nicht unbemerkt an ihnen vorübergezogen.
Das Wichtigste dabei ist, dass sie uns gegenüber aufgeschlossen sind und uns willkommen heißen. Von ihnen können wir in der Wildnis lernen zu fischen, Spuren zu lesen oder wie wir uns im Dschungel orientieren können. Außerdem wird abends im Camp Zeit zum Erzählen sein. So können wir alles über ihre alten Bräuche und ihre Geschichte erfahren.
Bei leichteren Verletzungen, wie Verstauchungen oder kleineren Wunden wird unsere umfangreiche Expeditionsapotheke ausreichen. Giftige Tiere, wie Schlangen gibt es natürlich auch. Diese werden wir jedoch nur extrem selten zu Gesicht bekommen. Im äußersten Notfall wird per Satellitentelefon ein Notruf gesendet.
Dank unseren lokalen Guides ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns verirren enorm gering. Dazu kommt, dass wir uns mit modernster Technik ausgestattet sind. Geräte wie das Garmin inReach Mini helfen uns nicht nur unsere Position zu bestimmten, sondern ermöglichen uns auch rund um die Uhr mit international tätigen Rettungsorganisationen zu kommunizieren.
Rick hat aufgrund seiner Kontakte und seiner Erfahrung in den letzten 20 Jahren keine Probleme mit Schmugglern oder sonstigen Kriminellen gehabt. Sollte es dennoch Anzeichen solcher Gefahren geben, werden wir die Route ändern oder umkehren. Zudem meiden wir das direkte Grenzgebiet zu Kolumbien und den Osten des Darien. Alles andere wäre leichtsinnig.

organisiert diese Expedition im Vorfeld
Martin ist neben Expeditionen in der Sahara oder in Kamtschatka bereits auf mehreren Expeditionen im peruanischen aber auch im panamaischen Dschungel gewesen. Er wird dein Ansprechpartner bis zum Start der Expedition sein.

führt die Expedition vor Ort durch
Rick ist unser wichtigster Mann. Er ist in Panama geboren und leitet seit über 20 Jahren Expeditionen durch das Gebiet. Den panamaischen Dschungel kennt er wie kein anderer. Dabei findet er sich sowohl in Wüsten als auch auf schneebedeckten Bergen zurecht. Nebenher bildet er professionelle Guides speziell für die Wildnis in Mittel- und Südamerika aus. Damit ist er der beste Guide, den wir uns wünschen könnten.
Da wir nur wenige Teilnehmer mitnehmen können, meldest du dich am besten noch heute bei Martin über das Bewerbungsformular und erzählst ihm, was dich dazu treibt, mit uns in den Dschungel ziehen zu wollen.
Wenn von beiden Seiten alles passt, bekommst du einen Platz im Team und wir werden dich in unsere Facebookgruppe einladen. Hier lernst du das restliche Team kennen. Darüber hinaus diskutieren wir hier alle detaillierten Fragen, wie etwa solche zur Ausrüstung oder der Anreise.
…und die Vorfreude genießen!
Wenn du immer schon einmal in den tiefsten Dschungel wolltest und du für dieses Abenteuer brennst, stelle dir selbst folgende Fragen:
Solltest du noch eine wichtige Frage im Vorfeld haben, kannst du diese jederzeit unter Kontakt stellen. Wir versuchen zeitnah auf deine Frage einzugehen. Zunächst werden wir uns jedoch die vollständigen Einsendungen der motiviertesten Bewerber anschauen.
